Lehrer

Brian Duckers, Lauri Jokinen, Moti Nativ und Oliver Piskurek – eine eher ungewöhnliche Kombination von Lehrern. Sie kam zustande, da jeder der vier für mich eine besondere Rolle auf meinem Weg im Bujinkan gespielt hat und spielt. Gerade richtig für einen Rückblick anlässlich meines 40. Geburtstages. Ich freue mich darauf, die vier in Zusammenarbeit zu erleben.

Oliver ist der Leiter des dojos, in dem mein Ninjutsu-Training zu Bujinkan-Training geworden ist, gleichermaßen der Ort, an dem ich Kontakt zur Quelle aufgenommen habe und Hatsumi senseis Kampfkunst mich für sich eingenommen hat. Zwar hatten wir uns eine Weile aus den Augen verloren, aber ich bin sehr froh darüber, dass sich inzwischen wieder ein reger und regelmäßiger Kontakt eingestellt hat und sich erneut an allerlei Orten Gelegenheiten für mich ergeben, von Oliver zu lernen. Schon eine ganze Reihe Jahre später, auf dem Manchester Taikai 2003, habe ich Lauri das erste Mal gesehen. Wir unterhielten uns in einer Pause und tauschten Kontakte aus. Er besuchte uns ein Jahr später in Deutschland und es folgten zahlreiche Reisen nach Finnland, vorzugsweise zu langen und intensiven Camps, und natürlich auch ebenso zahlreiche Seminare mit Lauri, die ich in Deutschland ausgerichtet habe. Seit 2005 ist er mein Lehrer, und ich habe in der Zeit, die wir gemeinsam verbracht haben, sowohl mittel- als auch unmittelbar viel übers Bujinkan und auch über mich selbst gelernt. Die Stunden, die wir zusammen in der Sauna verbracht haben, sind ungezählt, ebenso wie die schlafarmen oder -losen Nächte, da finnische Sommernächte nicht zum Schlafen, sondern für Barbecue, Sauna und Gespräche gemacht sind. Auf Brian bin ich 2007 in Hannover gestoßen, als ich endlich der Einladung meines Freundes Ingo gefolgt bin, eines von Brians Seminaren dort zu besuchen. Ich war sofort eingefangen von Brians praktischem und theoretischem Wissen, seiner Haltung und auch von seiner Person. Seitdem war ich auf jedem seiner Seminare in Deutschland, die ich irgendwie besuchen konnte, und auch schon einige Male im charmanten Liverpool, sodass ich bislang über 20 Seminare mit Brian erlebt habe. Diese Zahl wird mit Sicherheit weiter wachsen. Im Schach habe ich noch eine Rechnung mit ihm offen – die ich zu begleichen vermutlich noch lange Schwierigkeiten haben werde. Moti traf ich nur einen Monat nach Brian das erste Mal, und zwar auf dem Finland Taikai, wo er zusammen mit Arnaud Cousergue und Pedro Fleitas unterrichtete. Seine offene Art und sein Wille, wirklich zu vermitteln, was er zu zeigen hat, haben mich stark beeindruckt, sein unter anderem durch seine analytische Arbeit mit der Feldenkrais-Methode gefördertes tiefes Verständnis für die Mechanismen des menschlichen Körpers und seine schlichte Dynamik hören nicht auf, mich zu erstaunen. Und auch außerhalb des Trainings schätze ich Moti sehr, unter anderem als Gesprächspartner, mit dem ich bereits Themen wie das Equilibrium, Willensfreiheit und den Verbleib des Käses diskutiert habe.

Natürlich sind diese vier nicht die Einzigen, die mich im Bujinkan geprägt haben – es gibt noch weitere Lehrer, die ich sehr schätze und so viel wie möglich zu sehen versuche. Aber vermutlich sind es die vier, die die entscheidendsten Einflüsse hatten. Außerdem sind sie auch Freunde.

Ich freue mich sehr, dass sie dieses Jahr zu uns nach Berlin kommen und das Hi no tori taikai gestalten.